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So legen deutsche Privatanleger ihr Geld in ETFs an

20. Juli 2026

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Alljährlich bringt der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) ein Jahrbuch heraus. Kürzlich erschien nun das BVI Jahrbuch 2026 mit sehr umfangreichen Daten rund um das Thema Fonds und ETFs.

So gab Clearstream bekannt, dass zum Jahresende 2025 deutsche Anleger ETFs im Wert von rund 590 Milliarden Euro besaßen. Das stellt einen Zuwachs von 145 Prozent in den letzten fünf Jahren dar. Klassische Investmentfonds sind im gleichen Zeitraum nur um 34 Prozent gewachsen. ETFs werden also immer beliebter und sind aus dem Anlageportfolio vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Zwei Drittel des Neugeschäfts entfällt dabei inzwischen auf ETFs.

Worin investieren deutsche ETF-Anleger?

Mehr als 80 % des ETF-Volumens entfällt auf Aktien-ETFs. Renten-ETFs verwalten 12 % des Gesamtvolumens. Von den in den Aktien-ETFs enthaltenen Aktien entfallen 48 % auf US-Aktien, 11 % auf deutsche Firmen und 22 % auf europäische Firmen (exkl. Deutschland). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder. Was die Branchen angeht, sind 26 % des Vermögens von Aktien-ETFs in Technologiewerte investiert, 17 % in Finanzdienstleistungen und 13 % in Industrieunternehmen.

ETFs werden inzwischen mehrheitlich von Privatanlegern gekauft. Sie dominieren die Käuferaufteilung in Deutschland. Niedrige Kosten sowie attraktive Depot- und Sparplanangebote haben ETFs bei der Bevölkerung immer beliebter werden lassen. Längst haben sie klassischen Investmentfonds beim Neugeschäft den Rang abgelaufen. Der ETF-Anteil an allen Fonds wird weiter wachsen. Daran wird ab 2027 auch das neue Altersvorsorgedepot einen großen Anteil haben. Hier werden in erster Linie ETFs bespart werden.

Deutschlands Sparer sind also inzwischen auf dem richtigen Weg in Sachen Vermögensaufbau angekommen, wenn auch noch nicht alle. Aber vielleicht ändert sich das mit dem Altersvorsorgedepot auch bald.

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