Standarddepot oder freies Altersvorsorgedepot – welches passt zu mir?
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Update vom 01.10.2026: Seit dem 8. September 2026 stehen unsere Konditionen für das Altersvorsorgedepot fest. Wir haben den Beitrag entsprechend aktualisiert.
Ab dem 1. Januar 2027 startet das neue Altersvorsorgedepot. Bei SMARTBROKER+ gibt es dafür zwei grundlegend verschiedene Varianten: das Standarddepot und das freie Altersvorsorgedepot. Beide werden staatlich gefördert, beide sind steuerbegünstigt. Sie unterscheiden sich aber deutlich darin, wie viel du selbst entscheidest.
Welche Variante zu dir passt, hängt vor allem von deiner Erfahrung, deiner Zeit und davon ab, wie viel Kontrolle du über deine Geldanlage haben möchtest. Schauen wir uns beide genauer an.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot bei SMARTBROKER+ in zwei Varianten: als Standarddepot und als freies Altersvorsorgedepot.
- Die staatliche Förderung ist bei beiden gleich: bis zu 540 Euro Grundzulage im Jahr, bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Kind und Jahr, steuerfreie Ansparphase.
- Das Standarddepot ist eine fertige Lösung aus zwei Fonds mit automatischer Umschichtung vor der Rente und einem gesetzlichen Kostendeckel von 1,0 Prozent. Bei uns werden die laufenden ETF-Kosten in den ersten drei Jahren erstattet (Bedingungen unten).
- Im freien Depot wählst du deine Fonds und ETFs selbst, ohne vorgeschriebene Umschichtung.
- Keine der beiden Varianten hat eine Beitragsgarantie.
Das Standarddepot: einfach, geregelt, fertig zusammengestellt
Das Standarddepot – im Gesetz „Standardprodukt“ genannt – ist die gesetzlich definierte Basisvariante des Altersvorsorgedepots. Jeder Anbieter eines Altersvorsorgedepots muss ein Standarddepot mit anbieten – auch SMARTBROKER+. Es richtet sich vor allem an Menschen, die wenig Erfahrung mit Wertpapieren haben oder sich nicht laufend mit Anlageentscheidungen beschäftigen möchten.
So ist das Standarddepot aufgebaut
Gesetzlich besteht jedes Standarddepot aus genau zwei Fonds: bei SMARTBROKER+ einem risikoarmen Fonds der Risikoklasse 1 oder 2 und einem chancenorientierten ETF der Risikoklasse 3 bis 5. Für den chancenorientierten ETF wählst du zwischen drei Weltindizes: MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World. Zum Einsatz kommen ETFs großer, etablierter Anbieter. Wenn du dich nicht festlegen möchtest, kannst du deine Beiträge auch auf zwei Standarddepots verteilen.
Automatische Umschichtung: die Lifecycle-Strategie
Das Standarddepot steuert das Risiko automatisch. Rückt dein Rentenbeginn näher, wird schrittweise in den risikoarmen Fonds umgeschichtet: Fünf Jahre vor Beginn der Auszahlphase dürfen standardmäßig höchstens noch 50 Prozent deines Kapitals im chancenorientierten ETF liegen, zwei Jahre vorher höchstens 30 Prozent. Auf deinen Wunsch muss die automatische Umschichtung aber nicht erfolgen; du kannst auch eine andere Aufteilung vereinbaren. Die Umschichtungen innerhalb des Depots sind steuerfrei.
Kosten: gesetzlich maximal 1 Prozent – bei uns deutlich weniger
Für das Standarddepot gilt ein gesetzlicher Kostendeckel: Die Effektivkosten dürfen 1,0 Prozent pro Jahr nicht überschreiten. Bei SMARTBROKER+ liegen die laufenden Produktkosten (TER) der ETFs im Standarddepot überwiegend unter 0,15 Prozent pro Jahr – und in den ersten drei Jahren erstatten wir sie dir zu 100 Prozent.¹ Depot-, Sparplan- und Ordergebühren fallen im Standarddepot nicht an (zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen).
¹ Die Erstattung gilt für Standard-Altersvorsorgedepots bis 25.000 Euro Anlagevolumen. Ab dem vierten Jahr setzt sie mindestens 15 Trades pro Kalenderjahr im SMARTBROKER+ Hauptdepot voraus. SMARTBROKER+ kann die Aktion vorzeitig beenden. Es gelten die Teilnahmebedingungen, die du weiter unten auf unserer Altersvorsorgedepot-Seite findest.
Für wen eignet sich das Standarddepot?
Das Standarddepot passt eher zu dir, wenn …
- du wenig Erfahrung mit Wertpapieren hast
- du keine Zeit oder Lust auf laufende Anlageentscheidungen hast
- dir eine automatische Risikosteuerung wichtig ist
- dir kurz vor der Rente weniger Schwankungen wichtiger sind als die letzte Renditechance
Das freie Altersvorsorgedepot: flexibel, individuell, selbstbestimmt
Das freie Altersvorsorgedepot ist die Alternative für alle, die mehr Kontrolle wollen. Anbieter können es anbieten, müssen aber nicht. Bei SMARTBROKER+ gibt es beide Varianten vom Start an.
Volle Produktauswahl innerhalb der Positivliste
Im freien Depot entscheidest du selbst, was du kaufst – innerhalb der gesetzlichen Positivliste. Erlaubt sind:
- Fonds und ETFs (OGAW), offene Publikums-AIF und europäische langfristige Investmentfonds (ELTIF) bis Risikoklasse 5. Maßgeblich ist der Risikoindikator (SRI) im Basisinformationsblatt nach der PRIIPs-Verordnung.
- Auf Euro lautende Anleihen öffentlicher Emittenten, etwa von Bund, Ländern und Gemeinden oder von EU-Institutionen.
Einzelaktien, Kryptowährungen, Zertifikate und Hebelprodukte sind nicht zugelassen. Bei SMARTBROKER+ steht dir eine große Auswahl an ETFs zur Verfügung. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag Was darf ins Altersvorsorgedepot?
Tipp: Die Risikoklasse eines Fonds steht in seinem Basisinformationsblatt. In der SMARTBROKER+ App findest du es auf der Profilseite des Produkts unter dem Tab „Info“.
Keine Lifecycle-Vorgaben: 100 Prozent Aktien möglich
Im freien Depot gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Umschichtung. Du kannst bis ins hohe Alter – mit einem Auszahlplan sogar in der Auszahlphase – zu 100 Prozent in Aktien-ETFs investiert bleiben. Auch hier sind Umschichtungen steuerfrei.
Das bietet mehr Renditechancen, aber auch mehr Risiko: Fallen die Kurse kurz vor oder während der Auszahlphase, trifft dich das besonders hart, weil du dann unter Umständen zu niedrigen Kursen verkaufen musst.
Kosten: kein gesetzlicher Deckel – du hast sie selbst in der Hand
Für das freie Depot gibt es keinen gesetzlichen Kostendeckel. Das heißt vor allem: Die laufenden Kosten bestimmst du mit deiner Produktauswahl selbst. Viele Standard-ETFs liegen bei 0,15 bis 0,25 Prozent pro Jahr, einige deutlich darunter.
Eine Erstattung der ETF-Kosten wie im Standarddepot gibt es im freien Depot nicht. Depot- und Sparplangebühren fallen auch hier nicht an (zzgl. marktüblicher Spreads, Produktkosten und Zuwendungen). Auch Einmalzahlungen kannst du anlegen: Einmalkäufe und -verkäufe führen wir über gettex ab 500 Euro Ordervolumen gebührenfrei aus, darunter fällt eine Ordergebühr von 1 Euro an (zzgl. marktüblicher Spreads, Produktkosten und Zuwendungen).
Für wen eignet sich das freie Depot?
Das freie Depot passt eher zu dir, wenn …
- du bereits Erfahrung mit ETFs oder Fonds hast
- du selbst entscheiden möchtest, wie dein Portfolio aussieht
- du bereit bist, dich mit deiner Anlage auseinanderzusetzen
- du eigene Schwerpunkte setzen willst, etwa mit Schwellenländern oder Anleihen
- du auch in der Auszahlphase flexibel bleiben möchtest
Was haben Standarddepot und freies Depot gemeinsam?
Unabhängig von deiner Wahl ist die staatliche Förderung identisch:
- Grundzulage: bis zu 540 Euro pro Jahr – 50 Cent je Euro Eigenbeitrag bis 360 Euro, 25 Cent je Euro für weitere Beiträge bis 1.800 Euro. Der Mindesteigenbeitrag liegt bei 120 Euro im Jahr.
- Kinderzulage: bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr
- Berufseinsteiger-Bonus: einmalig 200 Euro für unter 25-Jährige
- Steuerfreiheit in der Ansparphase: keine Abgeltungsteuer auf Erträge und Kursgewinne; besteuert werden erst die Auszahlungen im Alter
- Günstigerprüfung: Beiträge und Zulagen kannst du als Sonderausgaben geltend machen. Ist die Steuerersparnis höher als deine Zulagen, erstattet dir das Finanzamt die Differenz.
Wie das Altersvorsorgedepot in der Anspar- und in der Auszahlphase besteuert wird, erklären wir ausführlich in Das Altersvorsorgedepot und die Steuer.
Beide Varianten müssen zertifiziert werden und unterliegen staatlicher Aufsicht. Für die Auszahlung sind ein Auszahlplan (mindestens bis zum 85. Lebensjahr), eine lebenslange Rente oder eine Kombination vorgesehen. Zu Beginn der Auszahlphase kannst du bis zu 30 Prozent auf einmal entnehmen.
Wichtig: Beide Varianten haben keine Beitragsgarantie. Dein Depot schwankt mit den Märkten, auch Verluste sind möglich.
Kann ich zwischen Standarddepot und freiem Depot wechseln?
Ja. Du kannst zwischen den Varianten und auch den Anbieter wechseln, ohne dass bereits erhaltene Zulagen und Steuervorteile verloren gehen. Wechselst du bei uns vom Standarddepot ins freie Depot, werden deine Fondsanteile verkauft und das Guthaben im freien Depot neu angelegt; Kapitalertragsteuer fällt dabei nicht an. Für einen Wechsel dürfen Anbieter in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss eine Gebühr von bis zu 150 Euro verlangen – SMARTBROKER+ verzichtet beim Wechsel vom Standard- ins freie Depot darauf.
Du hast noch einen Riester-Vertrag? Wie der Übertrag ins Altersvorsorgedepot funktioniert, liest du in unserem Beitrag Ich habe einen Riester-Vertrag – was soll ich tun?
Welche weiteren Varianten des Altersvorsorgedepots gibt es?
Neben den privaten Standarddepots sieht das Gesetz ein staatliches Standarddepot eines öffentlichen Trägers vor. Es folgt denselben Regeln wie die privaten Standarddepots. Wer es anbietet und ab wann es verfügbar ist, soll per Rechtsverordnung festgelegt werden – beides steht noch nicht fest. Für das freie Depot gibt es kein staatliches Pendant.
Außerdem erlaubt das Gesetz Garantieprodukte mit 80 oder 100 Prozent Beitragsgarantie, die vor allem Versicherer anbieten. Die Garantie hat ihren Preis: Ein Teil des Geldes muss sicherheitsorientiert angelegt werden und nimmt dann nicht voll an der Entwicklung der Aktienmärkte teil.
Standarddepot oder freies Depot: Welche Variante lohnt sich für mich?
Die Antwort hängt vor allem von drei Faktoren ab: Erfahrung, Zeit und wie viel Kontrolle du dir wünschst.
Wenn du Börsenneuling bist und dir Begriffe wie ETF, MSCI World oder Risikoklasse noch wenig sagen, ist das Standarddepot der einfache Einstieg: eine fertige Lösung mit automatischer Risikosteuerung – bei SMARTBROKER+ mit Erstattung der laufenden ETF-Kosten in den ersten drei Jahren.¹
Hast du bereits ein ETF-Portfolio oder beschäftigst dich gern mit Finanzen, bietet dir das freie Depot mehr Gestaltungsspielraum: eigene Produktauswahl, keine vorgeschriebene Umschichtung und Flexibilität bis in die Auszahlphase.
Dieser Überblick ersetzt keine persönliche Beratung. Er soll dir helfen, die beiden Varianten einzuordnen.
Jetzt vormerken und am 1. Januar 2027 loslegen
Eröffnen lässt sich das Altersvorsorgedepot gesetzlich erst ab dem 1. Januar 2027. Vormerken kannst du dich aber schon heute:
- Schon Kunde? Dann merkst du dich direkt in der SMARTBROKER+ App vor.
- Noch kein Kunde? Eröffne ein kostenloses SMARTBROKER+ Depot und registriere dich gleich mit für das Altersvorsorgedepot.
Mit dem Altersvorsorge-Rechner auf unserer Themenseite siehst du außerdem in wenigen Klicks, wie hoch deine mögliche Förderung ausfällt.
Fazit: mehr Wahlfreiheit als je zuvor
Das neue Altersvorsorgedepot bringt gegenüber Riester vor allem eins: echte Wahlfreiheit. Du entscheidest zwischen einer fertigen Lösung und maximaler Selbstbestimmung. Bei SMARTBROKER+ stehen ab dem 1. Januar 2027 beide Varianten zur Verfügung – die Wahl liegt bei dir.
Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung sowie keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Anlagen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, auch Verluste des eingesetzten Kapitals sind möglich. Maßgeblich sind der Gesetzestext, die Vertragsbedingungen und unsere Teilnahmebedingungen. Stand: 01.10.2026.
Disclaimer
Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser und jeder Leserin sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Alle Informationen sind sorgfältig zusammengetragen, haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind unverbindlich sowie ohne Gewähr. Des Weiteren dient die Bereitstellung der Information nicht als Rechtsberatung, Steuerberatung oder wertpapierbezogene Beratung und ersetzt diese nicht. Eine an den persönlichen Verhältnissen des Kunden ausgerichtete Anlageempfehlung, insbesondere in der Form einer individuellen Anlageberatung, der individuellen steuerlichen Situation und unter Einbeziehung allgemeiner sowie objektspezifischer Grundlagen, Chancen und Risiken, erfolgt ausdrücklich nicht.